BMF: Neuregelung zum geldwerten Vorteil im Bemessungsgrundlagehalbierungsprinzip

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

das Bundesfinanzministerium (BMF) hat die Antwort auf ein Frageschreiben der Automobilhersteller zum geldwerten Vorteil nach dem neuen „Bemessungsgrundlagehalbierungsprinzip“ (§ 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 und 3 EStG n. F.) veröffentlicht (BMF-Schreiben vom 19.12.2018 - IV C 5 - S 2334/14/10002-07;  vgl. NWB Online Nachricht vom 23.1.2019).

Das BMF hat sich in einem Schreiben an den Verband der Automobilindustrie e. V. (VDA) zur zeitlichen Anwendung der Neuregelung bei der Dienstwagenbesteuerung im Arbeitnehmerbereich geäußert:

1. Regel
Die Neuregelung des „halbierten“ geldwerten Vorteils (§ 8 Abs. 2 i. V. m. § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 und 3 EStG) gilt bei der Überlassung eines betrieblichen Kraftfahrzeugs an Arbeitnehmer für alle vom Arbeitgeber erstmals nach dem 31.12.2018 und vor dem 1.1.2022 zur privaten Nutzung überlassenen betrieblichen Elektrofahrzeuge und extern aufladbaren Hybridelektrofahrzeuge i. S. d. § 3 EmoG.


Hinweis:

Es kommt in diesem Fall nicht darauf an, wann das entsprechende Fahrzeug vom Arbeitgeber angeschafft, hergestellt oder geleast wurde!


2. Regel
Wurde das betriebliche Kraftfahrzeug vor dem 1.1.2019 vom Arbeitgeber bereits einem Arbeitnehmer zur privaten Nutzung (z. B. Privatfahrten, Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte, Fahrten (§ 9 Absatz 1 Satz 3 Nummer 4a Satz 3 EStG) oder Familienheimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung) überlassen, bleibt es bei einem Wechsel des Nutzungsberechtigten nach dem 31.12.2018 für dieses Kraftfahrzeug bei den bisherigen Bewertungsregelungen und die Neuregelung ist nicht anzuwenden.

Beratung: Das sale-and-lease-back, also ein Verkauf mit Rückanmietung, könnte eine Beratung für den Wechsel vom Batteriekapazitätsminderungsprinzip in das neue Bemessungsgrundlagehalbierungsprinzip sein.

 

Ihr Team zeitstaerken.de
StB Jürgen Hegemann / StBin Tanja Hegemann