Hib: (Geplante) Änderungen bei der Grunderwerbsteuer

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

die Bundesregierung leitet aus der Praxis ab, dass es besonders im Bereich hochpreisiger Immobilientransaktionen immer wieder gelingt, durch gestalterische Maßnahmen die Grunderwerbsteuer zu vermeiden. Die hiermit einhergehenden Steuermindereinnahmen sind von erheblicher Bedeutung.

Es ist nicht weiter hinnehmbar, dass die durch Gestaltungen herbeigeführten Steuerausfälle von denjenigen finanziert werden, denen solche Gestaltungen nicht möglich sind. Ziel des Gesetzes ist deshalb die Eindämmung missbräuchlicher Steuergestaltungen in der Grunderwerbsteuer durch verschiedene Einzelmaßnahmen.

Hier sind überblicksartig die Änderungen (Regierungsentwurf vom 9.8.2019, BR-Drs. 355/19: Gesetz zur Änderung der Grunderwerbsteuer):

  • Absenkung der 95 Prozent-Grenze in den Ergänzungstatbeständen auf 90 Prozent,
  • Einführung eines neuen Ergänzungstatbestands zur Erfassung von Anteilseignerwechseln in Höhe von mindestens 90 Prozent bei Kapitalgesellschaften,
  • Verlängerung der Fristen von fünf auf zehn Jahre,
  • Anwendung der Ersatzbemessungsgrundlage auf Grundstücksverkäufe im Rückwirkungszeitraum von Umwandlungsfällen,
  • Verlängerung der Vorbehaltensfrist in § 6 GrEStG auf fünfzehn Jahre,
  • Aufhebung der Begrenzung des Verspätungszuschlags.

Wir werden im IV.Quartal 2019 beim AKTUELLEN STEUERDIALOG genauso darüber berichten wie im JAHRESWECHSELSEMINAR 2019/2020.

Ihr Team zeitstaerken.de

StB Jürgen Hegemann / StBin Tanja Hegemann