BMF: Gesetzliche Fristverlängerung

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SPEZIALDIALOG: Grundsteuerreform

Schaubild

Darstellung der Grundsteuerreform inklusive Vorgaben, Vordrucken und Anleitungen der Finanzverwaltung.

Mit der Grundsteuerreform  geht auch eine Namensänderung einher: Der „Einheitswert“ ist abgeschafft und an seine Stelle tritt der „Grundsteuerwert“.

Das Grundsteuererhebungsverfahren ist dreistufig:
(1) Ermittlung des Grundsteuerwerts durch das zuständige Finanzamt anhand der Grundsteuererklärung des Eigentümers,
(2) Ermittlung des Steuermesswerts durch das zuständige Finanzamt anhand gesetzlicher Vorgaben je nach Art der Bebauung und
(3) Ermittlung der Grundsteuer durch die Kommunen anhand ihres Grundsteuerhebesatzes.

Dabei unterscheidet das neue Berechnungsverfahren der Grundsteuer zwischen dem Sachwert- und dem Ertragswertverfahren für bebaute Grundstücke sowie dem Bodenrichtwertverfahren für unbebaute Grundstücke. Es sind Länderöffnungsklauseln zu beachten. Die dabei erforderlichen Feststellungserklärungen  können in einem Zeitraum vom 01.07. bis zum 31.10.2022 beim Finanzamt eingereicht werden.

Weitere Informationen finden Sie in unserem aktuellen Flyer zum Download.

Termine:
Dienstag, 03.05.2022, 14:00 – 17:00 Uhr inkl. Fragerunde

Zur Buchung


BMF: Gesetzliche Fristverlängerung

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

das Bundesfinanzministerium (BMF) weist zeitlich vorgreifend auf eine (wohl feststehende) Steuergesetzänderung hin: gesetzliche Fristverlängerung um drei Monate für die Abgabe der Steuererklärungen für den Vz. 2020 (BMF-Schreiben vom 01.04.2022, IV A 3 - S 0261/20/10001):

Weitere Verlängerung der Erklärungsfristen für den Besteuerungszeitraum 2020 durch das Vierte Corona-Steuerhilfegesetz

„Angesichts der weiterhin andauernden, durch die Corona-Pandemie verursachten Ausnahmesituation sollen die Erklärungsfristen in beratenen Fällen (§ 149 Absatz 3 Abgabenordnung (AO)) sowie die zinsfreien Karenzzeiten (§ 233a Absatz 2 AO) für 2020 durch das Vierte Corona-Steuerhilfegesetz (BT-Drs. 20/1111 vom 21.03.2022) um weitere drei Monate verlängert werden. Im Vorgriff auf die gesetzliche Regelung haben die obersten Finanzbehörden von Bund und Ländern verschiedene Anweisungen getroffen.

Durch Artikel 6 des Regierungsentwurfs eines Vierten Corona-Steuerhilfegesetzes (BT-Drs. 20/1111 vom 21. März 2022) sollen unter anderem die Erklärungsfristen in beratenen Fällen (§ 149 Absatz 3 AO) für den Besteuerungszeitraum 2020 um weitere drei Monate verlängert werden. 

Im Vorgriff auf die gesetzliche Regelung gilt Folgendes:

Wird eine Steuer- oder Feststellungserklärung (§ 149 Abs. 2 AO) für den Vz. 2020 nach Ablauf der insoweit geltenden Erklärungsfristen (vgl. Rn. 3) und bis zum Inkrafttreten des Vierten Corona-Steuerhilfegesetzes abgegeben, ist § 152 Absatz 2 AO nicht anzuwenden.

§ 152 Absatz 1 AO bleibt anwendbar.

Die Abgabe einer durch Angehörige der steuerberatenden Berufe erstellten Steuer- oder Feststellungserklärung im Sinne von § 149 Abs. 3 HS 1 AO für den Veranlagungszeitraum 2020 nach Ablauf des 31. Mai 2022 und bis zum Inkrafttreten des Vierten Corona- Steuerhilfegesetzes gilt - vorbehaltlich einer Vorabanforderung nach § 149 Abs. 4 AO - nicht als verspätet im Sinne des § 152 Abs. 1 AO.“

Die Verlängerung gilt dann bis zum 31.08.2022.


Ihr Team zeitstaerken.de
StB Jürgen Hegemann / Tim Adrion