hib: Die „Inhaltswanderung“ des Wachstumschancengesetzes (WtChancenG)

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SPEZIALDIALOG: Änderungen zum Jahreswechsel 2023/2024

Schaubild

Sehr viele (kleine) Änderungen im (gesamten) Steuerrecht sind insbesondere durch das Manteländerungsgesetz namentlich „Wachstumschancengesetz“ in der Regel ab dem Jahr 2024 „in der Pipeline“.

Dazu kommen verschiedenste Gesetzesvorhaben der Bundesregierung, um punktuellen Einfluss auf das wirtschaftliche oder gesellschaftliche Handeln auszuüben; hier sei insbesondere das Zukunftsfinanzierungsgesetz für die Verbesserung von Mitarbeiterbeteiligungen am Unternehmen des Arbeitgebers erwähnt. Auch die Modernisierung des Personengesellschaftsrechts – Anwendung zum 01.01.2024 – muss durch Steuergesetzänderungen begleitet werden.

Dieser SPEZIALDIALOG orientiert sich an den Aufgabengebieten in den Steuerberatungskanzleien.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Termin Themenblock I:
Freitag,     19.01.2024, 09.00 - 12.00 Uhr

Termin Themenblock II:
Freitag,     26.01.2024, 09.00 - 12.00 Uhr

Termin Themenblock III:
Freitag,     02.02.2024, 09.00 - 12.00 Uhr

Weitere Informationen finden Sie in unserem aktuellen Flyer zum Download.

Zur Buchung


hib: Die „Inhaltswanderung“ des Wachstumschancengesetzes (WtChancenG)

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

gestern wurde über die Pressemitteilung (hib) des Bundestags veröffentlicht, dass Teile des sog. Wachstumschancengesetzes (WtChancenG) in das Kreditzweitmarktförderungsgesetz verschoben werden. Leider liegen ausführliche BT- oder BR-Drucksachen heute noch nicht vor (hib - Bundestag Nr. 936 vom 13.12.2023). Eine erste Liste der jetzt doch zum Jahreswechsel 2023/2024 umgesetzten Steuergesetzänderungen lässt sich aber bereits der Pressemitteilung entnehmen. Die Bundesregierung führt hierzu u.a. weiter aus:

a) Mit dem veränderten Kreditzweitmarktförderungsgesetz soll unter anderem die Besteuerung der Dezemberhilfe 2022 gestrichen werden. (Im Dezember 2022 hatte der Bund die Kosten für den Abschlag für Gas und Wärme übernommen, um die Bürger bei den damaligen hohen Energiepreisen zu entlasten. Als sozialer Ausgleich sollten diese Hilfen versteuert werden, was nun nicht mehr erfolgen soll.)

b) Vorgesehen ist mit dem Kreditzweitmarktförderungsgesetz nun ferner, die Abgabenordnung und andere Gesetze an das Gesetz zur Modernisierung des Personengesellschaftsrechts (MoPeG) anzupassen.

c) Im Einkommen- und Körperschaftssteuergesetz (EStG, KStG) soll es Änderungen bei der sog. Zinsschranke geben. Dies betrifft § 4h EStG und § 8aK KStG, die an die Vorgaben der europäischen Anti-Steuervermeidungsrichtlinie angepasst werden sollen. Ferner soll im EStG eine Klärung des Begriffs „Nettozinsaufwendungen“ erfolgen. Zudem werde klargestellt, dass ein EBITDA-Vortrag nicht in Wirtschaftsjahren entsteht, in denen die Zinsaufwendungen die Zinserträge nicht übersteigen. Ein Abzug von Zinsvorträgen ist laut Gesetzesbegründung künftig nur möglich, soweit ausreichend verrechenbares EBITDA (§ 4h Absatz 1 Satz 2 EStG) vorhanden ist.

d) Dem im Zusammenhang mit dem Wachstumschancengesetz vom Bundesrat in seiner Stellungnahme geäußerten Wunsch, den Datenaustausch zwischen Unternehmen der privaten Kranken- und Pflegeversicherung, der Finanzverwaltung und den Arbeitgebern um zwei Jahre zu verschieben, will der Finanzausschuss nachkommen. Bisher war der Starttermin 1.1.2024 vorgesehen.

e) Eine weitere Änderung betrifft die Vorsorgepauschale für Arbeitnehmer (§ 39 EStG). Die Ampelfraktionen erwarten 250 Mio. Euro an Mehreinnahmen pro Jahr, weil künftig im Lohnsteuerabzugsverfahren Beitragsermäßigungen in der Sozialen Pflegeversicherung für Kinder entsprechend berücksichtigt werden.

Bleiben Sie dem Steuerrecht frohgelaunt zugewandt. Wir wünschen Ihnen weiterhin eine schöne Adventszeit.

Ihr Team zeitstaerken.de
StB Jürgen Hegemann