LfSt Sachsen: Zuordnungsentscheidung für den Vorsteuerabzug

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WEBDIALOG: Aktueller Steuerdialog 2021, IV. Quartal - Modul 1 / Kombi A

Modul 1 Quartal IV

Termine Modul 1:
Dienstag, 09.11.2021, 10.00 – 12.00 Uhr
Mittwoch, 17.11.2021, 10.00 – 12.00 Uhr
Donnerstag, 25.11.2021, 10.00 – 12.00 Uhr

Termin Kombi A:
Freitag, 19.11.2021, 9.00 - 13.00 Uhr

Weitere Informationen finden Sie in unserem aktuellen Flyer zum Download.

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LfSt Sachsen: Zuordnungsentscheidung für den Vorsteuerabzug

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

beabsichtigt ein vorsteuerabzugsberechtigter Unternehmer, einen einheitlichen Gegenstand sowohl für unternehmerische Zwecke (≥ 10%) als auch für unternehmensfremde Zwecke zu verwenden, hat er ein Zuordnungswahlrecht (Abschn. 15.2c Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 Buchst. b UStAE). Nur wenn der Unternehmer einen solchen Gegenstand (ggf. anteilig) seinem Unternehmen zuordnet, kann er die Vorsteuer aus dessen Erwerb oder Herstellung abziehen. Es besteht als eine Zuordnungspflicht. Die vorstehenden Ausführungen gelten auch bei der Anschaffung oder Herstellung von Grundstücken bzw. bei sich über mehr als ein Kalenderjahr erstreckende Herstellungsvorgänge (vgl. Abschn. 15.2c Abs. 18 und 19 UStAE). Nun zur Besonderheit für den Veranlagungszeitraum 2020 (LSF Sachsen vom 04.08.2021, 213-S 7300/45/2-2021/43540, DB 2021, 2190).


Zuordnungsentscheidung

Diese Zuordnungsentscheidung hat der Unternehmer bereits im Zeitpunkt des Leistungsbezugs zu treffen (Abschn. 15.2c Abs. 16 Satz 1 UStAE).

Da es sich bei der Zuordnungsentscheidung um eine innere Tatsache handelt, die erst durch äußere Beweisanzeichen erkennbar wird, bedarf es deren Dokumentation, die grundsätzlich in der erstmöglichen Umsatzsteuer-Voranmeldung, spätestens jedoch in einer „zeitnah“ erstellten Umsatzsteuer-Erklärung vorzunehmen ist (Abschn. 15.2c Abs. 16 Sätze 2-4 UStAE).


Zuordnungszeitpunkt

Letztere ist nach bisheriger ständiger BFH-Rechtsprechung gegeben, wenn sie bis zur gesetzlichen Regelabgabefrist für (die) (Umsatzsteuer-)Steuererklärungen beim Finanzamt vorliegt (Abschn. 15.2c Abs. 16 Satz 5 UStAE).


Abgabefristverlängerung

Für den Besteuerungszeitraum 2020 wurde die gesetzliche Regelabgabefrist (§ 149 Abs. 2 Satz 1 AO) von sieben auf zehn Monate verlängert (Art. 97 § 36 Abs. 3 Nr. 3 EGAO i. d. F. vom 25.06.2021).

Somit endet die gesetzliche Regelabgabefrist für Steuererklärungen für den Besteuerungszeitraum 2020 unter Berücksichtigung (§ 108 Abs. 3 AO) erst am (Bundesland Sachsen) 01.11.2021 . Hinweis: In anderen Bundesländern, in denen der 31.10.2021 kein gesetzlicher Feiertag ist, endet die die Regelabgabefrist am 31.10.2021.


Quintessenz

Dementsprechend ist die Zuordnungsentscheidung für Leistungsbezüge im Besteuerungszeitraum 2020 auch dann zeitnah dokumentiert, wenn sie bis zum 01.11.2021 im Finanzamt vorliegt.
 

Ihr Team zeitstaerken.de
StB Jürgen Hegemann / Tim Adrion / StB Melissa Schweizer