Privates Veräußerungsgeschäft: Unentgeltliche Übertragungen zur Steuersatznutzung kein Gestaltungsmissbrauch

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SPEZIALDIALOG: Steuernachzahlungs- und -erstattungszinsen

Schaubild

Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat den gesetzlich geregelten Zinssatz von 0,5 % pro Monat für Zinsberechnungszeiträume ab dem 01.01.2019 als mit dem Grundgesetz unvereinbar erklärt.

Der Steuergesetzgeber ist verpflichtet, bis zum 31.07.2022 eine verfassungsgemäße Neuregelung mit Rückwirkung für Zinsberechnungszeiträume ab dem 01.01.2019 zu treffen.

Bis zur gesetzlichen Neuregelung ist die Zinsfestsetzung durch ein neues, aktualisiertes BMF-Schreiben geregelt worden.

Dieser SPEZIALDIALOG zeigt die verschiedensten Anordnungen des Bundesverfassungsgerichts sowie die Zinserhebungs-, -festsetzungs- und Berechnungsregeln auf.

Weitere Informationen finden Sie in unserem aktuellen Flyer zum Download.

Termin:
Montag,    29.11.2021, 10:00 – 11:30 Uhr

Zur Buchung


BMF: Anzuwendende BFH-Rechtsprechung – Einkommensteuer

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat im Bundessteuerblatt (vom 10.11.2021, Nr. 19 Teil II) viele im „AKTUELLEN STEUERDIALOG“ besprochene BFH-Urteile für allgemein gültig erklärt. Es lohnt sich einen Blick – gerade für die Beratungspraxis – darauf zu werfen. Hier ein Blick auf die BFH-Rechtsprechung im Bereich der Einkommensteuer.


Privates Veräußerungsgeschäft: Unentgeltliche Übertragungen zur Steuersatznutzung kein Gestaltungsmissbrauch

Die Besteuerung privater Veräußerungsgeschäfte beinhaltet bereits eine Missbrauchsverhinderungsvorschrift dergestalt, dass bei Schenkungen (unentgeltliche Übertragung) sowohl der Anschaffungszeitpunkt als auch die Anschaffungskosten des Rechtsvorgängers dem Rechtsnachfolger zugesprochen werden (BFH vom 23.04.2021, IX R 8/20, BStBl. II 2021, 743; zeitstaerken.PLUS: CD 0001 0023 2021 0002).

Neben der gesetzlich verankerten Missbrauchsverhinderungsvorschrift kann kein weiterer steuerlicher Gestaltungsmissbrauch angenommen werden, wenn unentgeltliche Übertragungen zivilrechtlich wirksam – auch in der Familie – stattfinden. Die Nutzung von geringeren Steuersätzen in der Familie ist eine zulässige steuerliche Beratung.



Ihr Team zeitstaerken.de
StB Jürgen Hegemann / Tim Adrion / StB Melissa Schweizer