Vereinfachtes Ertragswertverfahren: Anwendungsgrundsätze und Ablehnungsregeln

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SPEZIALDIALOG: Grundsteuerreform

Schaubild

Darstellung der Grundsteuerreform inklusive Vorgaben, Vordrucken und Anleitungen der Finanzverwaltung.

Mit der Grundsteuerreform  geht auch eine Namensänderung einher: Der „Einheitswert“ ist abgeschafft und an seine Stelle tritt der „Grundsteuerwert“.

Das Grundsteuererhebungsverfahren ist dreistufig:
(1) Ermittlung des Grundsteuerwerts durch das zuständige Finanzamt anhand der Grundsteuererklärung des Eigentümers,
(2) Ermittlung des Steuermesswerts durch das zuständige Finanzamt anhand gesetzlicher Vorgaben je nach Art der Bebauung und
(3) Ermittlung der Grundsteuer durch die Kommunen anhand ihres Grundsteuerhebesatzes.

Dabei unterscheidet das neue Berechnungsverfahren der Grundsteuer zwischen dem Sachwert- und dem Ertragswertverfahren für bebaute Grundstücke sowie dem Bodenrichtwertverfahren für unbebaute Grundstücke. Es sind Länderöffnungsklauseln zu beachten. Die dabei erforderlichen Feststellungserklärungen  können in einem Zeitraum vom 01.07. bis zum 31.10.2022 beim Finanzamt eingereicht werden.

Weitere Informationen finden Sie in unserem aktuellen Flyer zum Download.

Termine:
Montag, 21.02.2022, 14:00 – 17:00 Uhr inkl. Fragerunde

Zur Buchung


BMF: Anzuwendende BFH-Rechtsprechung – Bewertungsgesetz

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat im Bundessteuerblatt (vom 20.01.2022, Nr. 1 Teil II) viele im „AKTUELLEN STEUERDIALOG“ besprochene BFH-Urteile für allgemein gültig erklärt. Es lohnt sich einen Blick – gerade für die Beratungspraxis – darauf zu werfen. Hier ein Blick auf die BFH-Rechtsprechung im Bereich des Bewertungsgesetzes.


Vereinfachtes Ertragswertverfahren: Anwendungsgrundsätze und Ablehnungsregeln

Für die Ermittlung des gemeinen Werts von Anteilen an einer nicht börsennotierten Kapitalgesellschaft hat allein der Steuerpflichtige die Wahl zwischen einem (i) individuellen Ertragswertverfahren oder der Anwendung des (ii) vereinfachten Ertragswertverfahrens. Die Wertermittlung nach dem vereinfachten Ertragswertverfahren stellt keine Auffangmethode dar (BFH vom 02.12.2020, II R 5/19, BStBl. II 2022, 15; zeitstaerken.PLUS: CD 0200 0199 2021 0001).

Bildet die Wertermittlung des Steuerpflichtigen für das Finanzgericht keine ausreichende Überzeugung der Abbildung des gemeinen Werts des Unternehmensanteils, hat es von Amts wegen geeignete Maßnahmen zur Sachaufklärung zu ergreifen, um den gemeinen Wert zu ermitteln.


Ihr Team zeitstaerken.de
StB Jürgen Hegemann / Tim Adrion